Andere über uns

Dies ist ein Bericht auf der Seite der ZWAR Zentralstelle in Dortmund
über die Borkener ZWAR Basisgruppe und die ehemalige Delegierte Bärbel Attermeyer

Zwar Stories
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„Oma hat keine Zeit, die ist bei ZWAR.”

Bärbel Attermeyer, Delegierte des ZWAR Netzwerks Borken

Es gibt sie auch, die ZWARler/ innen, die noch berufstätig sind. Zu ihnen gehört Bärbel Attermeyer. Nach dem frühen Tod ihres Mannes war sie jahrelang auf sich alleine gestellt, musste sich um ihre drei Kinder kümmern. „Mein Leben lief in geordneten Bahnen, aber das war auch irgendwie langweilig,” erklärt sie ihren frühzeitigen Schritt in die ZWAR-Gruppe. Und anders als in ihrem Beruf genießt sie in der Gruppe das Gefühl, keine Einzelkämpferin zu sein: „Ich kann in einem Team arbeiten und etwas auf die Beine stellen, von dem viele etwas haben.”

Die Borkener Gruppe trifft sich regelmäßig im Jugendhaus. Eine äußerst interessante Konstellation, die seinerzeit vom Bürgermeister angeregt wurde und zunächst bei den ZWARlern/innen für Irritationen sorgte: „Anfangs waren wir skeptisch, die jungen Leute - was sollen wir da?” Und auch die Jugendlichen reagierten eher ablehnend: „Was wollen denn die Alten hier?” Doch mittlerweile wurden die Barrieren abgebaut und alle gehen offen miteinander um: „Wir sind jetzt integriert und aufgenommen.” Beide Gruppierungen haben schnell gemerkt, dass sie voneinander profitieren können. Die ZWARler/innen stehen den Jugendlichen mit ihren Erfahrungen aus dem Berufsleben zur Seite und die Jugendlichen lehren sie dafür z.B. das Billardspielen. Aber damit nicht genug, erzählt Bärbel Attermeyer: „Wir planen sogar ein Theaterstück mit ihnen zu machen - eine tolle Sache!”

Alle Freizeitaktivitäten der ZWAR-Gruppe werden gemeinsam geplant, sie richten sich ganz nach den Wünschen aus der Gruppe: „Wenn jemand etwas vorschlägt, kann er davon ausgehen, dass er in 99% aller Fälle nicht mehr alleine los muss- ins Kino oder zum Tanzen.” Dabei ist es Bärbel Attermeyer wichtig zu betonen, dass jede/r teilnehmen kann - auch wenn er/sie nicht zwingend in der ZWAR-Gruppe ist. Die nötigen Informationen zu den Aktivitäten können auf der eigenen Internetseite oder auf einem Flyer nachgelesen werden. „Mit dem Flyer präsentieren wir uns z.B. auch auf der Gesundheitsmesse, wo wir mit ein paar Delegierten als Ansprechpartner für unsere Gruppe werben,” ergänzt die Borkenerin.

Anfänglich war die Gruppe eher ein loser Haufen, der versuchte, seine Interessen unter einen Hut zu bringen. Dass daraus schlussendlich doch eine starke Gemeinschaft wurde, macht Bärbel Attermeyer an der professionellen Unterstützung durch ZWAR fest: „Unsere Gruppe hat ganz stark von dem Basisfindungsseminar profitiert.” Danach gab es eine klare Struktur und es haben sich Leute gefunden, die Verantwortung für die Gruppe übernommen haben.

Hierzu zählt auch zweifelsohne Bärbel Attermeyer, die spürt, dass sich durch ihre Gruppenzugehörigkeit und die verschiedenen Seminare, die sie besucht hat, ihre Persönlichkeit positiv verändert hat: „Ich bin viel freier geworden und habe gelernt, vorurteilsfreier auf andere zuzugehen.” Und sie fühlt sich gebraucht und „Vielleicht auch ein Stück wichtig”.

Für sie ist ZWAR eine Bereicherung in ihrem Leben geworden. Das geht so weit, dass ihre Kinder manchmal zu den Enkeln sagen: „Oma hat keine Zeit, die ist bei ZWAR.”